Archiv für Kategorie science

New Smithsonian database of wildlife photos

Wenn ich eines auf meinem letzten Kongress gelernt habe, dann das die Wissenschaft mehr Datenbanken braucht. Wenn die dann auch noch so benutzerfreundlich ist und so gut aussieht…yeah!

ÜBer 200.000 Bilder automatischer Kameras weltweit. Dazu noch jeder mögliche moderne Schnickschnack, wie eine Verlinkung mit der Encyclopedia of Life, Facebooking und das Original auf Flickr angucken – tolle Arbeit!

Smithsonian Wild via BoingBoing

 

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Life is everywhere? Meteorite mysteries…

Doch Leben auf dem Mars? – Nein, leider nicht. Dies hier sind nur Sanddünen auf dem Mars.

Um meinem Beitrag vom Sonntag abzuschließen, werde ich hier die neuesten Beiträge zur Veröffentlichung von R. B. Hoover anhängen und mich dann wieder den anderen schnelllebigen Dingen des Internets widmen.

Meine anfängliche Skepsis bzgl. der Qualität des Journals hat sich leider bestätigt – auch wenn man den Inhalt einer Arbeit nicht am Verbreitungsmedium messen sollte. Letztenendes überwiegen aber in diesem Fall die ganzen kleinen und großen Ungereimtheiten dieser Geschichte. Wirklich schade, denn ich glaube viele haben es sich gewünscht, dass vielleicht doch etwas an der Geschichte dran gewesen wäre. Man darf aber vor lauter glauben wollen die wissenschaftlichen Standards nicht außer Acht lassen, denn ansonsten passieren genau die Dinge, wie am letzten Sonntag geschehen. Die langjährige Arbeit und Erfahrung von Richard Hoover in Ehren, kann ich mich doch des Eindrucks nicht erwehren, dass er dabei ist seine Reputation aufs Spiel zu setzen, nur um seine Theorie bestätigt zu sehen.

Trotzdem bleibt das alles sehr spannend. Es scheint auf der einen Seite viele Wissenschaftler zu geben, welche sehr begeistert klingen in ihren kurzen Statements (z.B. die ersten Absätze im Cosmic Log) – auf der anderen Seite gibt viele ausführliche Kritiken und auch recht scharfe Angriffe.

 

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Life is everywhere? „Fossils of Cyanobacteria in CI1 Carbonaceous Meteorites“ – 3. Update

 

Ivuna CI1 meteorite filament (0.8 μm diameter) with dark lines C, partially encased in thin carbon-rich sheath.

(Oha, das am weitestens verbreitete Bild Fig. 1. e.siehe Fox News – zeigt anscheinend das Riesenbakterium Titanospirillum velox und ist keine Aufnahme der untersuchten Filamente aus dem Inneren des Meteroiden…ich bin auch zuerst darauf reingefallen. Das fängt ja gut an.)

Synopsis aus „Fossils of Cyanobacteria in CI1 Carbonaceous Meteorites“ Hoover, RB (2011)

Dr. Hoover has discovered evidence of microfossils similar to Cyanobacteria, in freshly fractured slices of the interior surfaces of the Alais, Ivuna, and Orgueil CI1 carbonaceous meteorites. Based on Field Emission Scanning Electron Microscopy (FESEM) and other measures, Dr. Hoover has concluded they are indigenous to these meteors and are similar to trichomic cyanobacteria and other trichomic prokaryotes such as filamentous sulfur bacteria. He concludes these fossilized bacteria are not Earthly contaminants but are the fossilized remains of living organisms which lived in the parent bodies of these meteors, e.g. comets, moons, and other astral bodies. The implications are that life is everywhere, and that life on Earth may have come from other planets.

Was?

Ich bin gerade ein wenig aufgeregt. Und sehr skeptisch. Die Veröffentlichung „Fossils of Cyanobacteria in CI1 Carbonaceous Meteorites“ vom 5.3. hat es in sich (oder auch nicht und irgendwie doch…siehe Updates). Bisher konnte ich nur auf Fox News (ausgerechnet) (und auch hier) etwas mehr dazu finden. Der Autor, Richard B. Hoover, hat jedenfalls ausreichend Erfahrung auf diesem Bebiet: z.B. hier, hier, hier und auch hier.

Rudy Shield (Editor in Chief):

Given the controversial nature of his discovery, we have invited 100 experts and have issued a general invitation to over 5000 scientists from the scientific community to review the paper and to offer their critical analysis.

Gut so. Ich bin ja so gespannt. Mal gucken ob da mehr bzw. etwas anderes daraus wird als beim ALH84001. Ein paar, sicher blöde, Fragen habe ich ja. Warum im Journal of Cosmology und nicht Nature/Science? Und warum nur ein Autor? Das wundert mich ein wenig. Aber das ist auch wirklich nicht mein Fachgebiet.

So. Jetzt mal mehr als die Conclusions lesen.

1. Update

Jetzt hat auch Bad Astronomy etwas zum Thema.

2. Update

Zum Journal of Cosmology konnte auf Bad Astronomy ein paar interessant Details finden. Das Journal wird im Mai bzw. danach eingestellt und die Begründung ist teilweise schon sehr verschwörerisch.

Naturally, JOC’s success posed a direct threat to traditional subscription based science periodicals, such as „science“ magazine; just as online news killed many newspapers. Not surprisingly, JOC was targeted by science magazine and others who engaged in illegal, criminal, anti-competitive acts to prevent JOC from distributing news about its online editions and books.

Wie man dort lesen kann, hat das Journal auch mit der Nasa anscheinend ein großes Problem. Weiterhin sind die Veröffentlichungen in dem Journal (und auch die Autoren) manchmal schon schmerzlich grenzwertig. Also vertrauenswürdig ist das nicht undingt.

Andererseits wird Roger Penrose der Redakteur der April Ausgabe sein.

Zum eigentlichen Thema, den angeblichen Nachweis von Bakterien aus dem Weltraum (das klingt schon sehr abgefahren – und ist auch eher eine laxe Zusammenfassung meinerseits), habe ich im Cosmic Log ein paar weitere Informationen und Meinungen gefunden.

The overall tone of the commentaries is likely to be skeptical: Lynn Rothschild, an astrobiologist at NASA’s Ames Research Center in California, said many biologists were „very concerned“ about the claims. More than one expert wondered why the research merited any news coverage at all.

 

Rocco Mancinelli, senior research scientist at the Bay Area Environmental Research Institute, weighed in with this e-mailed critique of Hoover’s paper: As a microbiologist who has looked at thousands of microbes through a microscope, and done some of my own electron microscopy, I see no convincing evidence that these particles are of biological origin.

3. Update

Ich update mal die Updates…

Im Cosmic Log gibt es ein paar neue Meinungen und Links (link roundup!).

More critical commentaries are coming in, from Pharyngula’s P.Z. Myers as well as from Rosie Redfield, the microbiologist at the University of British Columbia who blew the whistle as well on the „arsenic life“ research that made such a splash last December.

Io9 hat nun auch einen Beitrag: No, alien life was not discovered this weekend

Die ganze Geschichte um das Journal wird immer bizarrer. Beispielsweise ein weiterer Io9 Artikel/Link: This is the worst and weirdest article about sex in space you’ll ever read. fun – bzw: JoC Sex on Mars – Pregnancy, Fetal Development, and Sex In Outer Space

Der oben erwähnte Scienceblogs Blogger P. Z. Meyers (Pharyngula) zur Studie und dem JoC auf seinem Blog: Did scientists discover bacteria in meteorites?

I’m looking forward to the publication next year of the discovery of an extraterrestrial rabbit in a meteor. While they’re at it, they might as well throw in a bigfoot print on the surface and chupacabra coprolite from space. All will be about as convincing as this story.

Linksammlung:

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double-slit experiment in minecraft…with chickens

klar, wozu DFG anträge schreiben, teure experimente aufbauen, mit matlab ärgern…wenn man das alles mit minecraft und ein paar hühner machen kann. was kommt als nächstes? „Higgs-Boson confirmed by Minecraft simulation“?

via Geek o System

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The Saga of the Scientific Swindler

Boingboing verlinkt eine sehr schöne Geschichte eines Mannes, welcher zwischen 1884 und 1891 durch die Vereinigten Staaten zog und in verschiedenen Städten den Wissenschaftlern ihre Bücher und Proben stahl. Danach verschwand er von der Bühne der Geschichte und niemand weiß bis heute wer er war und warum er dies tat.

For the better part of a decade—1884 to 1891—this man criss-crossed the United States, using a string of aliases and forged credentials to gain access to scientists and steal their valuable books and specimens.To this day, no one knows who he actually was. Here’s what we do know: He was missing a hand, had a penchant for pretending to be deaf and mute, and knew enough about geology and paleontology that the very people he attempted to swindle were certain that the con artist was, himself, a trained scientist.

The Saga of the Scientific Swindler

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comics

Leider kann ich die Comics nicht mehr allen ursprünglichen Websites zuordnen. Aber xkcd erkennt man schon.

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using nature’s genius in architecture

endlich kann ich ted videos einbinden. vielen dank @ blogsport

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science links

Eine schöne Astrodicticum Simplex Reihe:

Den Urknall gab es wirklich I – Das Licht aus der Vergangenheit

&

Den Urknall gab es wirklich II – Wie die Elemente entstehen

RelativKritisch über zu Guttenberg – Ich denke mehr als in den letzten zu diesem Tagen geschrieben wurde, kann man nicht mehr schreiben. Entweder ändert sich jetzt was oder wir lassen uns einfach komplett und für alle Zeiten verarschen.

Bild via BoingBoing

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Interview with a deep-sea submarine pilot

*inlove*

Don Liberatore on the history of the Johnson Sea Link submersible

Deep Sea News via BoingBoing

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Esoterik 101

Wie köstlich. Einen hab ich noch…

directuranus

Passenderweise verlinke ich dann auch gleich den Selbstversuch von Florian eine Pro7 Weltuntergangssendung schmerzbefreit zu evaluieren:

Analyse: Der Nostradamus Effekt: 2012 – Das Ende der Welt

Und natürlich weisst das alles auf einen gefährlich Asteroiden hin. Das wird belegt durch „einige Forscher“: „Einige Forscher glauben das Nostradamus einen Asteroiden oder Kometen beschreibt“ und eindrucksvoll bestätigt durch „manche“: „Manche befürchten das einer davon auf uns zusteuert“

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